Nürnbergs Grünmacher
28.10.2026

28.10.2026

57 Menschen, ein gemeinsames Ziel: Sie wollen, dass die Landesgartenschau Nürnberg 2030 die Stadt fit für den Klimawandel macht. Die Mitglieder des Freundeskreises bringen dafür unterschiedliche Erfahrungen, Ideen und Perspektiven mit. In unserer Serie stellen wir einige von ihnen vor.
Den Anfang macht Professor Niels Oberbeck, Gründungsvorsitzender des Freundeskreises und Präsident der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm. Der gebürtige Braunschweiger lebt seit 27 Jahren in Nürnberg und leitet eine Hochschule mit rund 12 500 Studierenden.
Fragen an Niels Oberbeck:
Als Hochschulpräsident haben Sie sicher einen vollen Terminkalender. Warum engagieren Sie sich zusätzlich für die Landesgartenschau 2030?
Die Idee, eine Landesgartenschau mitten in der Stadt zu veranstalten und Nürnberg damit dauerhaft aufzuwerten, finde ich total spannend. Sie kann auch viel zur Klimaresilienz beitragen. In diesem Sommer haben sich die Straßenschluchten bei 39 Grad extrem aufgeheizt, und manche Wege waren kaum noch begehbar. Im Stadtpark oder in anderen grünen Arealen merkte man dagegen sofort, wie die Temperatur um einige Grad sank und das Klimadeutlich angenehmer war.
Die Ohm-Hochschule liegt am Keßlerplatz, der mit der Landesgartenschau von einem Parkplatz in einen vielfältigen grünen Lebensraum umgestaltet wird. Wie finden Sie den Platz, wenn er so wird wie es geplant ist?
Im Moment ist er grausam. Wenn das Büro sein Konzept umsetzen kann, wird das ein toller Begegnungsort. Ich will nicht von einem Tiny Forest sprechen, aber zumindest von einer kleinen Oase mitten in der Stadt – und für unsere Studierenden eine wunderschöne Aufenthaltsmöglichkeit direkt vor der Hochschule. Ich habe an allen Treffen zur Umgestaltung des Keßlerplatzes teilgenommen und war auch Mitglied der Jury, die die Vorzugsvariante ausgewählt hat.
Was haben Sie mit dem Freundeskreis als Nächstes vor?
Am Anfang stehen die eher langweiligen Dinge: Vereinsgründung, Eintragung ins Vereinsregister und Kontoeröffnung. Das haben wir geschafft, der Freundeskreis ist etabliert. Jetzt wollen wir die Mitgliederzahl erhöhen – sowohl durch Unternehmen, Schulen und andere Einrichtungen als auch durch Privatpersonen. Außerdem möchten wir künftig nicht nur Aktionen der Landesgartenschau begleiten, sondern verstärkt eigene Veranstaltungen und Aktionen auf die Beine stellen.
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Sie möchten auch Nürnberg grüner und klimaresilienter machen? Der Freundeskreis der Landesgartenschau 2030 freut sich über weitere Engagierte. Informationen gibt es per E-Mail an freundeskreis@nuernberg2030.de